Posse um James Gunn

Posse um James Gunn

Letzte Woche wurde James Gunn, der Regisseur hinter Guardians of the Galaxy 1+ 2, von Disney gefeuert. Jetzt erhält er immer mehr Untersützung von Kollegen.

James Gunn gilt eher als politisch liberal, der auch des öfteren gegen Trump und die derzeitige US-Regierung schießt. Gefeuert wurde er letzte Woche, weil eine Alt-Right Website alte Tweets von ihm ausgegraben haben. Die Tweets selbst wurden im Zeitraum von 2008 bis 2012 verfasst. Und ja, sie waren unter aller Kanone. Er versuchte Witze über Vergewaltigung und Pädophilie machen, was natürlich nicht witzig ist.

Aber Gunn hat sich bereits 2012 für diese Tweets entschuldigt und seitdem sind solche, gelinde gesagt, dämlichen Tweets nicht mehr aufgetaucht. Aber weil diese alten Tweets jetzt wieder ausgegraben wurden, feuerte Disney den Regisseur, der nun nicht mehr an Guardians of the Galaxy 3 arbeiten wird.

Sicherlich sind diese alten Tweets nicht dem Firmen-Image vereinbar, aber wieso Disney ihn dann überhaupt als Regisseur angeheuert hat, ist mir schleierhaft. Warum hat der Mäusekonzern kein Background Check gemacht um sowas zu verhindern? Die Tweets sind aus einer Zeit in der Gunn noch nicht für Disney tätig war. Die arbeiten am ersten Guardians-Film begann erst kurze Zeit danach. Der Film kam 2014 in die Kinos.

Untersützung für Gunn

Inzwischen hat sich annähernd der komplette Cast von den Guardians zum Rauswurf geäußert. Mal mehr mal weniger kryptisch. Drax Darsteller Dave Bautista war ziemlich deutlich:

Wo hingegen Chris Pratt, alias Star-Lord eher kryptisch war.

Selbst Selma Blair die sehr engagiert in der #MeToo Bewegegung ist, verteidigte Gunn

Blair hatte selbst über Jahre mit Panikattacken zu kämpfen gehabt, die durch sexuelle Belästigung ausgelöst wurden. Gunn hat ihr offensichtlich geholfen, aus diesem Loch zu kommen.

Zurecht darf man sich fragen, was die Entscheidung Disneys für die Fehlerkultur bedeutet. Darf jetzt niemand mehr Fehler machen? Dies wirft meines Erachtens kein gutes Licht auf Disney. Natürlich waren die Tweets von Gunn dämlich. Das bestreite ich gar nicht, aber er hat sich schon vor der Arbeit mit Disney dafür entschuldigt. Darf man sich jetzt schon nicht mehr Fehler eingestehen und sich ändern (was Gunn offensichtlich getan hat)?9

Das fragen sich zurecht auch viele Fans, was eine Petition auf change.org beweist. Sicherlich wird diese Disney nicht dazu bewegen ihn wieder aufzunehmen. Dennoch ist die Zahl der Unterzeichner inzwischen ziemlich beeindruckend. Wir sind aktuell (Stand 24.07.18 09:05) bei 247.000 Unterstützer

Was haltet ihr von der Entscheidung des Mäusekonzerns? Darf man jetzt keine Fehler mehr machen und diese bereuen? Was bedeutet das für die Fehlerkultur der Menschen nicht nur in Hollywood sondern weltweit? Schließlich stellt Hollywood für viele eine Vorbildfunktion dar. Sagt es uns in den Kommentaren.

James Gunn

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